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Österreich arbeitet an einer Reform seines Glücksspielrechts. Sie betrifft Spieler und Betreiber von Online-Casinos gleichermaßen.
Es geht um die Legalität von Angeboten, die Vergabe von Lizenzen, die Verifizierung der Spieler und mögliche Einsatz- und Verlustlimits. Der Staat will den Markt stärker kontrollieren und den Spielerschutz verbessern.
Dieser Artikel fasst die wichtigsten geplanten Änderungen zusammen und erklärt, was sie bedeuten könnten.
Das österreichische Glücksspielrecht war lange von einem strengen Staatsmonopol geprägt. Es galt für klassische Spielbanken ebenso wie für Online-Glücksspiel. Das Finanzministerium hatte die zentrale Rolle: Es vergab Lizenzen und Konzessionen und legte die Spielregeln fest.
Mit der Zeit zeigten sich jedoch Schwächen:
Aus diesen Gründen gilt eine Modernisierung des Gesetzes als notwendig.
Der heimische Online-Glücksspielmarkt hatte 2024 ein Volumen von rund 632 Millionen Euro. Bis 2029 sollen es laut Prognosen etwa 777 Millionen Euro sein, was einem jährlichen Wachstum von rund 4,2 % entspricht.
Der regulierte Teil des Marktes bleibt trotz klarer Regeln klein. Laut OVWG sind nur etwa 35 % der Anbieter offiziell lizenziert, der Rest operiert über Offshore-Plattformen. Das untergräbt den Spielerschutz und kostet den Staat potenzielle Steuereinnahmen.
| Bereich | Geplante Änderung | Ziel |
|---|---|---|
| Marktöffnung | Ob weitere Anbieter zugelassen werden, wird politisch diskutiert. | Vorerst bleibt das staatlich geprägte Monopol bestehen. |
| Lizenzvergabe und Behörde | Die Vergabe von Lizenzen soll neu geordnet werden. | Eine unabhängige Behörde soll Konzessionen transparenter vergeben. |
| Illegale Anbieter | IP-Blocking und Zahlungssperren sind vorgesehen. | Nicht lizenzierte Online-Casinos vom Markt fernhalten. |
| Spielerschutz | Problematisches Spielverhalten soll stärker eingedämmt werden. | Den Markt streng regulieren und Spieler besser schützen. |
| Ausschreibung | Das Finanzministerium bereitet die nächste Ausschreibung vor. | Rechtzeitig vor dem Ende der aktuellen Lizenz im September 2027 beginnen. |
Laut einem Bericht von iGB liegt ein durchgesickerter Gesetzesentwurf des Finanzministeriums vor. Er würde den Online-Glücksspielmarkt deutlich verändern: Mehrere Anbieter könnten eine österreichische Online-Casino-Lizenz erhalten, während Lotterien weiterhin unter ein Monopol fallen sollen.
Der Entwurf sieht für die Lizenzen Folgendes vor:
Der Zeitplan ist offen. Dem Bericht zufolge könnte die unabhängige Glücksspielbehörde erst bis 2030 stehen, bis dahin würde das Finanzministerium weiter Konzessionen vergeben.
Für Spieler hieße das mehr Auswahl, aber nur innerhalb eines strengeren Rahmens.
Die Liberalisierung, besonders bei Online-Casinos und Sportwetten, könnte den Markt dynamischer machen. Neue Regeln für Lizenzen und Konzessionen sollen für Wettbewerb sorgen und den Markt zugleich unter Kontrolle halten.
Höhere Anforderungen an die Betreiber sind zunächst eine Hürde. Sie eröffnen aber auch Chancen: Innovationen können neue Zielgruppen erschließen, und das Vertrauen in die Branche kann wachsen. Das Finanzministerium bleibt dabei die zentrale Aufsichts- und Durchsetzungsinstanz, was für mehr Transparenz und Integrität sorgen soll.
Auch bei der Besteuerung sind Änderungen denkbar, die dem Staat höhere Einnahmen bringen könnten. Zudem würde Österreich als Standort für digitale Glücksspielangebote attraktiver.
Die Resonanz fällt gemischt aus. Viele Spieler begrüßen den stärkeren Spielerschutz und die höhere Transparenz, vor allem die Regeln zum verantwortungsvollen Spielen und die bessere Sicherheit beim Spielen im Netz.
Die Betreiber von Casinos und Wettanbietern sehen vor allem Herausforderungen. Strengere Lizenzanforderungen und mehr Aufsicht durch das Finanzministerium zwingen sie, ihre Geschäftsmodelle anzupassen. Manche befürchten, dass die neuen Steuerregeln ihre Rentabilität schmälern.
Gesellschaftlich hofft man auf weniger Spielsucht und besseren Schutz der Spieler. Wirtschaftlich verspricht sich das Finanzministerium laut eigenem Bericht eine gerechtere Besteuerung und damit höhere Staatseinnahmen.
Insgesamt ist die Reform ein laufender Prozess. Die endgültige Ausgestaltung hängt von politischen Entscheidungen ab, und im Gesetzgebungsverfahren sind weitere Änderungen möglich.
Ein neues Glücksspielgesetz soll Österreich besser auf technische Entwicklungen, Spielerschutz und die Lage am Markt vorbereiten. Beschlossen ist noch nichts, aber der Reformdruck wächst.
Schon heute spielen viele Österreicher bei ausländischen Online-Casinos. Einen aktuellen Vergleich finden Sie unter KRYPTO CASINO ÖSTERREICH. Diese Anbieter fallen nicht unter das österreichische Lizenzsystem.
Die folgenden Anbieter verfügen laut Betreiberangaben über ausländische Glücksspiellizenzen. Neospin wird mit einer Tobique-Lizenz geführt, Crownslots mit einer Curaçao-Lizenz. Dabei handelt es sich nicht um österreichische Konzessionen; eine ausländische Lizenz ersetzt keine Zulassung nach dem österreichischen Glücksspielgesetz.
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Dazu zählen klassische Casinospiele wie Roulette und Blackjack, Lotterien, Wetten sowie Online-Angebote wie Online-Casinos. Sie alle unterliegen dem österreichischen Glücksspielgesetz.
Nein. Glücksspiel ist erlaubt, aber gesetzlich geregelt. Die Regeln sollen faire und sichere Bedingungen gewährleisten und Spieler vor Sucht und Betrug schützen.
Es deckt alle Bereiche des Glücksspiels ab: den Betrieb von Casinos, die Organisation von Lotterien, Sportwetten sowie die Zulassung und Regulierung von Online-Casino-Anbietern und anderen Online-Formaten.